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auf das Erscheinungsdatum der jeweiligen Nachricht


Herbst-Landes-, Kultur- und Frauentagung in Oberhausen

"Tauroggen 1812" lautete die lakonische Überschrift des Vortrages von Dr. Walter T. Rix, der einen Schwerpunkt der Landeskulturtagung der Landesgruppe NRW in Oberhausen bildete. Doch dann legte der Referent in seiner einstündigen Ausführung dar, dass am 30. Dezember 1812 europäische Geschichte gemacht wurde, und zwar "in einem entlegenen Winkel Europas", "in der Wassermühle von Poscherun nahe dem Städtchen Tauroggen (lit. Tauragė) unweit des Flusses Memel".

Dass Napoleon fast ganz Europa unterwerfen konnte, führte Rix auf die Schwäche der europäischen Staaten und auf eine Art "Napoleonkult" zurück. Er sprach bei Preußen von der "Aushöhlung des Geistes der Armee" und von dem "brüchigen Zustand des Staates", was 1806 zu der Niederlage bei Jena und Auerstädt geführt habe. Eine weitere Niederlage erfolgte 1807 bei Friedland, und der Tilsiter Frieden von 1807 brachte Preußen französische Besatzung, hohe Reparationszahlungen und Reduzierung der Armee ein. Die desolate Lage Preußens, verstärkt durch den Rheinbund, führtelschließlich dazu, dass König Friedrich Wilhelm III. am 24. Februar 1812, wenn auch widerwillig, einen Bündnisvertrag mit Frankreich unterzeichnete. Das bedeutete u.a., dass Preußen, wie andere deutsche Fürsten auch, Soldaten für Napoleons Russlandfeldzug stellen musste.

Dr. Rix zitierte die harte Kritik des Freiherrn vom Stein an diesem Schritt des Monarchen und erläuterte den Weg des General York vom königstreuen, unpolitischen Soldaten zum "Revoltierenden", der sich am 30. Dezember 1812 bei Tauroggen in eigener Verantwortung ohne königliche Vollmacht mit der russischen Seite gegen Frankreich arrangierte. Das, so der Referent, sei nicht nur der Schritt zur Rettung Preußens, sondern auch zu seiner Entwicklung zu einem modernen Staat gewesen, in dem die Rechte des Staatsbürgers definiert wurden. "Tauroggen weist in die Zukunft", sagte er angesichts des "Mythos von Tauroggen", der bis heute in den russischen Teil Ostpreußens hineinwirkt, wo am 9. Februar 2013 eine Nachbildung des Denkmals von Tauroggen an seinem ursprünglichen Ort eingeweiht wurde.


Dr. Rix: Tauroggen 1812: Vorgeschichte, Konvention und Wirkung
Quelle: Ostpreußen-TV www.youtube.com/watch?v=cQGFHfurnhg

 Auch auf DVD erhältlich
Die Mediathek des Ostpreußischen Rundfunks auf DVD


In einem weiteren Vortrag stellte Dipl.-Ing. Wolfram Schiedewitz die "Gedächtnisstätte Guthmannshausen" bei Weimar vor. Der "Verein Gedächtnisstätte", dessen 1. Vorsitzender Schiedewitz ist, hat sich das Gedenken an die zivilen deutschen Opfer des 2. Weltkrieges zur Aufgabe gemacht. Die Gedächtnisstätte besteht aus einem Anwesen mit einer großen Villa, die als Tagungs- und Begegnungsort genutzt werden kann, und einem Gartengelände, in dem zwölf Granitwände mit Opferzahlen, Gedenkworten und Wappen an die einzelnen Opfergruppen aus den Vertreibungsgebieten, aus den Gefangenenlagern und des Bombenkrieges erinnern. Ferner gibt es eine Gedenkwand, in die man Gedächtnisplaketten für Angehörige anbringen kann. Die Ausführungen von Schiedewitz stießen bei den Landsleuten auf großes Interesse, zumal er betonte, dass es immer noch keine zentrale offizielle Gedenkstätte für die zivilen deutschen Opfer gibt.

Ein mundartlicher Vortrag über die Oma, die die Brill' sucht, und ein kleiner Film über Friedrich den Großen, in dem dieser volksnah und erheiternd auftrat, sorgten für Auflockerung.

zum Fotoalbum

Quelle:
Bericht: Dr. Bärbel Beutner für LO-NRW, 29.10.2013;
Preußische Allgemeine Zeitung - Ausgabe 48/13 vom 30.11.2013

 

weitere Informationen unter:
www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Tauroggen-Konvention.htm


Der Vortrag "Tauroggen 1812" ist als gedruckte Broschüre mit 40 Seiten Umfang
ab sofort
zu erhalten! - Der Abgabepreis beträgt 2 Euro.
Bei Postversand zzgl. 2,00 € Versandkosten.

 Bestelladresse:
Werner Schuka,  Alte Poststraße 37,  32429 Minden
Tel: 0571-55848 - E-Post: buch@Werner-Schuka.de


Delegierten- und Kulturtagung der Landesgruppe NRW in Oberhausen

Die Wahl des neuen Landesvorstandes war wohl der wichtigste Punkt der Frühjahrstagung von NRW in Oberhausen, aber interessante Vorträge und Berichte wurden den Teilnehmern auch geboten. So konnte Gerd Schultze-Rhonhof, der Autor des Buches "Der Krieg, der viele Väter hatte", wieder für einen Vortrag gewonnen werden. Laut Programm sollte er über "Historische Forschung und Geschichtspolitik zum Ausbruch des 2. Weltkrieges - Gedanken zur Geschichtsschreibung" sprechen, aber er änderte die Thematik für die Ostpreußen und setzte sich mit der Situation Ostpreußens und Danzigs zwischen den beiden Weltkriegen auseinander.

Der Versailler Vertrag hatte zu neuen Staatsgrenzen geführt, die eine Entmachtung der Verliererstaaten bewirken sollten, ohne dass die dort lebende Bevölkerung gefragt oder ihre Bedürfnisse berücksichtigt worden wären. Zwischen 1918 und 1921 wurden rund 19 Millionen Deutsch sprechende Menschen fremden Staaten zugeordnet. Das bedeutete Missachtung des Selbstbestimmungsrechtes und Zerstörung der kulturellen Identität.

Der Redner schilderte detailliert die Situation der seit 1920 vom Deutschen Reich abgetrennten Freien Stadt Danzig. Die Bevölkerung Danzigs bestand zu 97% aus Deutschen, und Danzig hatte Hoheitsrechte Hoheitsrechte (Post, Wasserstraßen, Handelszonen), die Polen nicht anerkennen wollte. 1921 legte Polen 24 Behörden in den Freistaat und verlangte exterritorialen Status. Der Völkerbund bestimmte jedoch, dass die Behörden der deutschen Hoheit unterstanden. Die polnischen Behörden wollten den Danzigern polnische Pässe geben, was der Völkerbund untersagte. Polen beanspruchte den Danziger Hafen für seine Kriegsschiffe, dehnte seine Post auf ganz Danzig aus und weigerte sich, den Danziger Gulden anzuerkennen. In allen Fällen intervenierte der Völkerbund. Es soll 136 Fälle gegeben haben, in denen der Völkerbund gegen polnische Ansprüche interveniert hat.

Mit dem Erstarken der NSDAP wuchs bei der Bevölkerung der Wunsch nach Anschluss an das Deutsche Reich, der 1939 bei Kriegsbeginn erfolgte. Die Regierung Polens soll erklärt haben, der Anschluss Danzigs ans Deutsche Reich sei für sie ein Kriegsgrund.

Auch über die Situation in Ostpreußen erfuhren die Zuhörer Neues. Das zu 70% deutsch besiedelte Westpreußen wurde 1921 durch die Siegermächte an Polen abgetreten. Der Polnische Korridor wurde die Verbindung Ostpreußens zu Pommern und zu den westlichen Teilen des Reichs. Es gab acht Bahnverbindungen, ab 1936 wurde eine Strecke nach der anderen geschlossen. Fahrkarten und Transportgebühren mussten in Sloty bezahlt werden, was das Deutsche Reich nicht konnte. Die Energieversorgung für Ostpreußen wurde immer schwieriger, weil die Kohlenzüge aus Oberschlesien behindert wurden. Als Polen damit drohte. die letzte Bahnlinie zu schliessen, wurde der "Seedienst Ostpreußen" eingerichtet, doch der Königsberger Hafen war überfordert.

1939 ließ Hitler die Tschechei besetzen, was ein Fehler war. Im März 1939 verbündete sich die Tschechei mit England. Polen habe im März 1939 mit der Mobilmachung begonnen, Deutschland drei Monate später. Noch am Vorabend des Krieges forderte die deutsche Seite den Anschluss Danzigs an das Deutsche Reich, eine Trasse nach Pommern und Rechte für die deutschen Minderheiten. Forderungen zur Rückgabe Oberschlesiens, Westpreußens und Posens wurden nicht erhoben.

Der Referent riet zur Unterscheidung zwischen "Auslösung" und "Verursachung" des Krieges. Deutschland habe den Krieg ausgelöst, aber verursacht worden sei er von mehreren Seiten. Die Deutschen sollten sich dagegen wehren, dass ihnen die Schuld an ihrer Vertreibung zugewiesen werde.

Nach einer lebhaften Aussprache zwischen dem Referenten Schultz-Ronhof und den Teilnehmern gab der Vorsitzende von NRW Jürgen Zauner seinen Tätigkeitsbericht. 44 Gruppen gehören zum Landesverband NRW, als dessen wichtigstes Organ er die Internet-Seite nannte. Er appellierte an die Landsleute, dieses Forum zu nutzen, und dankte Werner Schuka für die gute Betreuung der Internet-Seite. NRW war auf dem Deutschland-Treffen in Erfurt gut vertreten, und die Kultur-Veranstaltungen auf Schloss Burg im Juli 2011 und 2012 sind zufrieden stellend verlaufen. Auch auf den "Parlamentarischen Abend" im Düsseldorfer Landtag ging Zauner ein, der, wie er sagte, vom BdV-Landesverband wunderbar organisiert worden war. Er lobte die interessanten Reden, bedauerte aber die schwache Aussenwirkung in der regionalen Presse. Auch der Termin im Spätherbst sei nicht so günstig gewesen. Abschließend forderte er die Landsleute (und die OLV) auf, Gegenstände aus den Heimatstuben und aus Privatbesitz nicht nach Litauen oder Polen zu geben, sondern nach Lüneburg und Ellingen.

Dazu passte auch der mit reichem Bildmaterial veranschaulichte Vortrag der Museums-Pädagogin Delia Güssefeld über Heimatstuben, der den Teilnehmern viele Anregungen bot.

Die Neuwahlen des Vorstandes unter der Wahlleitung von Herrn Leitzen brachten die Wiederwahl Jürgen Zauners als Landesvorsitzenden. Als Stellvertreter wurden Prof. Dr. Ulrich Penski und Arnold Schumacher gewählt. In das Amt des Schatzmeisters wurde Arno Lemke gewählt und in das Amt des Schriftführers Wilhelm Kreuer. Bezirks-vorsitzende wurden Margitta Romagno (Düsseldorf), Dieter Mayer (Arnsberg) und Manfred Ruhnau (Köln). Detmold und Münster bleiben vakant.

Die Landesgruppe NRW wird von den Herren Zauner, Penski, Schumacher und Kreuer in der OLV vertreten.

zum Fotoalbum

Quelle:
Bericht: Dr. Bärbel Beutner für LO-NRW, 04.04.2013;
Preußische Allgemeine Zeitung - Ausgabe 17/13 vom 27.04.2013

 

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weitere Informationen:
»Laßt uns den Frieden diktieren«
Wie die US-amerikanischen Republikaner den Versailler Vertrag beeinflussten
http://www.odfinfo.de/Zeitgeschichte/Frieden-diktieren.htm;
Schatten über der Selbstbestimmung
1920 übernahmen in Teilen Ost- und Westpreußens die Kriegssieger die Verwaltung
http://www.odfinfo.de/Zeitgeschichte/Selbstbestimmung.htm;

Die »Sendestelle Danzig« wird eröffnet
1926 wurde mit der Versorgung der Freien Stadt eine der letzten Lücken im deutschen Rundfunknetz geschlossen
http://www.odfinfo.de/Zeitgeschichte/Sendestelle-Danzig.htm;


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